Bericht der Bürgermeisterin in den Papenteicher Nachrichten, 02/2021

Ute Heinsohn-Buchmann

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

eigentlich wollte ich in diesem Jahr nichts mehr von der Pandemie hören geschweige denn schreiben. Aber es geht nicht immer danach, wie man es gerne möchte. Das Virus hat uns fest im Griff:

Aufgrund der hohen Inzidenzwerte und aufgrund der neuen Kontaktbeschränkungen sind die Besuche der Gemeinde Meine bei unseren Jubilaren zunächst bis Ende März abgesagt. Auf Wunsch werden persönliche Besuche nachgeholt, wenn wir das Virus im Griff haben und die Kontaktbeschränkungen zumindest gelockert worden sind.

Unsere Kindertagesstätten wurden aufgrund einer Landesverordnung geschlossen. Es findet eine Notbetreuung statt. Unsere Mitarbeiter*innen betreuen zum einen die Kinder in der Notbetreuung; zusätzlich halten sie durch unterschiedlichste Maßnahmen den Kontakt zu den Kindern, die derzeit nicht betreut werden können. So können trotz der Schließung alle Kinder am Kindergarten- und Krippenalltag teilnehmen. Dafür sage ich unseren Mitarbeiter*innen herzlichen Dank.

Danken möchte ich an dieser Stelle auch den Eltern, die verantwortlich mit den Herausforderungen in diesen ungewöhnlichen Zeiten umgehen und die Notbetreuung nur dann nutzen, wenn eben keine andere Möglichkeit der Betreuung besteht.

Die Gemeinde Meine hat die Gebühren für den Besuch der Kindertagesstätte ab Januar und auch die Mittagessenpauschale ausgesetzt, bis der Regelbetrieb wieder stattfinden kann. Ausgenommen sind die Kinder in der Notbetreuung. Hierzu war ein Beschluss des Gemeinderates notwendig. Dieser Beschluss wurde erstmals in einem sogenannten Umlaufverfahren gefasst. Aufgrund der Pandemie hatte es im Juli 2020 eine Gesetzesänderung gegeben, die diese Art von Beschlussfassung während pandemischer Zeiten in bestimmten Fällen zulässt.

Die Pandemie hat auch dazu geführt, dass der geplante Abschiedsgottesdienst für Frau Pastorin Kettler ersatzlos gestrichen wurde. Auch Frau Kettler wurde quasi online aus der St. Stefani Gemeinde verabschiedet. Ich hatte ein Grußwort für Frau Kettler für den Gottesdienst vorbereitet, dass ich Ihr nun habe online zukommen lassen. Es war aber nicht nur für Frau Pastorin Kettler allein bestimmt sondern für alle Teilnehmer*innen des Gottesdienstes. Da dieser nicht stattfindet, überbringe ich die Grußworte der Gemeinde Meine für Frau Kettler an dieser Stelle:

Liebe Frau Kettler,

wissen Sie, was 2012 alles passiert ist?
Das Kreuzfahrtschiff Costa Concordia kentert vor der toskanischen Küste.
Die Drogeriekette Schlecker meldet Insolvenz an.
Der erfolgreichste Kinofilm im Jahr 2012 ist „Ziemlich beste Freunde“.

Ja, und Sie treten 2012 Ihre erste Stelle in der Gemeinde Meine bzw. bei der St. Stefani Gemeinde an.

2012 war ich noch nicht im Amt. Unsere Wege haben sich erst im Jahr 2016 gekreuzt: Ich denke an die Laternenumzüge mit den ökumenischen Gottesdiensten, die Volkstrauertage, die Eröffnung der Krippe auf dem Meiner Marktplatz, das Meiner Morgenmahl und unsere vielen Treffen auf Mitgliederversammlungen oder Feiern der Vereine und Verbände. Es waren nette Treffen und schöne Gottesdienste, die ich stets in guter Erinnerung haben werde.

Aber selbst neuralgischen Punkte zwischen der Gemeinde und der Kirchengemeinde-ich erinnere die Pflege des Kirchenvorplatzes-haben wir gemeinsam einer Lösung zugeführt. Dabei waren sie immer sehr besonnen, freundlich zugewandt, aber dennoch zielstrebig dabei, die Interessen der Kirche zu vertreten.

Ich habe unsere Treffen auch bei Jubilaren immer als sehr wohltuend empfunden und hatte den Eindruck, dass Sie in der Kirchengemeinde sehr geschätzt und geachtet werden.

Persönlich finde ich es sehr schade, dass Sie Meine den Rücken kehren, aber „weine nicht, dass es vorbei ist, sondern lächle, weil es schön war“.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen für Ihre Zukunft alles erdenklich Gute, in diesen Zeiten aber vor allem bleiben Sie gesund!

An die Sicherheit und auch an die Gesundheit der Nutzer des Jugendclubs in Wedelheine habe ich auch gedacht, als ich am 25. Januar 2021 die Schließung des Jugendclubs verfügt habe. Ich musste feststellen, dass die Räume der Gemeinde Meine zweckentfremdet worden sind. Im Haus war unter anderem ein Motorrad geparkt; Benzin lief aus. Ich weiß, dass nach dem 25. Januar versucht wurde, die Räumlichkeiten zu betreten. Allerdings hat sich bis heute (28. Januar 2021) kein Mitglied des Jugendclubs und auch nicht der Eigentümer des Motorrades in der Gemeinde gemeldet, um den Grund für die Schließung zu erfahren oder um das Motorrad zu entfernen.

Bleiben Sie negativ und denken Sie immer positiv. Ich versuche es auch.

Ihre Bürgermeisterin Ute Heinsohn-Buchmann