Bericht der Bürgermeisterin in den Papenteicher Nachrichten, 01/2020

Ute Heinsohn-Buchmann

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

das Jahr 2020 ist noch nicht so alt, deshalb wünsche ich Ihnen für das neue Jahr nochmals alles erdenklich Gute.

Eine gute Nachricht habe ich auch für Sie: Wir konnten ein Unternehmen finden, dass unsere Sinkkästen reinigt. So hat der Verwaltungsausschuss der Gemeinde Meine noch im letzten Jahr ohne Einhaltung von Antragsfristen und sonstigen Formalien beschlossen, dem Unternehmen den Auftrag zu erteilen, kurzfristig die ca. 2000 Sinkkästen der Gemeinde Meine zu reinigen. Allerdings bezieht sich die Auftragserteilung zunächst nur auf eine einmalige Reinigung, die kurzfristig erfolgen soll.

Und nun komme ich auch schon zu den Nachrichten, die zwei Seiten haben. Der zweite stellvertretende Bürgermeister, Herr Christian Rode, hat sein Amt aus persönlichen Gründen niedergelegt. Ich bedaure dies sehr, und ich danke Herrn Rode für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen drei Jahren. Erfreulich ist, dass der Rat in der letzten Ratssitzung des Jahres 2019 einen Nachfolger gewählt hat. Unser neuer zweite stellvertretende Bürgermeister ist Herr Manfred Lasetzki aus Meine. Herzlichen Glückwunsch und auf gute Zusammenarbeit!

Erfreulich ist auch, dass die Wasserleitung in Abbesbüttel im Bereich der Vordorfer Straße erneuert wird. Verbunden ist dies aber mit Straßensperrungen in diesem Bereich bis zum 30. April 2020.

Und nun wende ich mich sozusagen in eigener Sache an Sie: Als Bürgermeisterin der Gemeinde Meine habe ich die Beschlüsse des Rates der Gemeinde Meine umzusetzen. Diese Beschlüsse sind für mich bindend, egal, ob sie mir gefallen oder nicht. Dies bedeutet aber nicht, dass die Bürgermeisterin oder der Verwaltungsleiter persönlich einem anderen etwas verweigern. Wir erleben es immer wieder, „an den Pranger gestellt zu werden“ für etwas, was letztendlich auf Ratsbeschlüssen bzw. auf Beschlüssen des Verwaltungsausschusses beruht und nicht auf einsamen Entscheidungen der Bürgermeisterin.

Deshalb nehme ich jetzt diese Gelegenheit auch zum Anlass, nochmals dringend darum zu bitten, dem Ehrenamt mit zumindest ein wenig Achtung gegenüber zu treten. Alle Ratsmitglieder und auch die Bürgermeisterin sind in ihrer Freizeit für die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Meine tätig. Kein Ratsmitglied und die Bürgermeisterin auch nicht handeln zum Nachteil der Meiner Mitbürgerinnen und Mitbürger.

Unsere Mitarbeiter in der Gemeinde -sowohl die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Verwaltung als auch unsere Mitarbeiter im Bauhof- und auch die Bürgermeisterin werden in Schreiben, E-Mails, Telefonaten und in öffentlichen Sitzungen beleidigt und herabgewürdigt, was das Zeug hält. Selbst Ratsmitglieder schrecken nicht davor zurück, die Kompetenz der Verwaltung öffentlich infrage zu stellen und auch Mitarbeiter als „faul“ zu bezeichnen.

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind immer für Sie da und treten Ihnen offen und freundlich gegenüber. Das dürfen und müssen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aber auch von Ihnen allen erwarten können. Wie heißt es so schön „der Ton macht die Musik“. Vielleicht können wir uns in 2020 ein wenig anstrengen und versuchen, immer den richtigen Ton zu treffen. In diesem Sinne nochmals alle guten Wünsche für 2020!

Ihre Bürgermeisterin Ute Heinsohn-Buchmann