Freitag, 03.02.2012 20:54 Uhr
Stephan Weil gratuliert Torsten Albig http://t.co/BAwdz26l #spd...
Die Wahrheit ist ein hohes Gut!
Welche Wahrheit ist denn gemeint? Jeder legt sie anders aus. Unser aller höchstbezahlter Bundespräsident erzählt uns seine Wahrheit. Er erzählt sie uns stückweise und diese Stücke stimmen denn auch nur stückweise mit von dritten stückweise veröffentlichen Tatsachen überein. Somit muss er sich denn auch nur stückweise entschuldigen.
Wie geht er mit den Entschuldigungen um? Sinngemäß entschuldigt er sich dafür, dass er zwar nichts verkehrt, aber auch nicht alles richtig gemacht hat. Diese Entschuldigung und diesen Typ von Entschuldigung richtet er an keine Adresse, sondern spricht sie nur allgemein aus.
Gezielt, überschwänglich und eindeutig entschuldigt er sich sehr persönlich nur bei dem Chefredakteur der BILD. Der Bundespräsident hatte mit seinem Telefonat die Pressefreiheit versucht zu beeinflussen.
Der Bundespräsident betonte nochmals, dass für ihn die Pressefreiheit ein hohes Gut sei!
Was unser Bundespräsident unter einem hohen Gut versteht haben wir ja nun stückweise kennengelernt. Was die BILD unter Pressefreiheit versteht, wissen wir ja schon lange. Ein Reporter im Radio meinte kürzlich: "..die BILD unterhalte einen Stab von Rechtsanwälten nicht um die Pressefreiheit zu gewährleisten, sondern um zu ermitteln was es kostet, wenn es trotzdem gedruckt wird. .."
Unser Bundespräsident hat auch Freunde. Nun scheint er keine gewöhnlichen Freunde zu haben, sondern Millionäre, also gut betuchte Freunde. Da tut man sich in solcher Gesellschaft sicherlich schwer, mit so einem kleinen Einkommen wie es ein Ministerpräsident oder Bundespräsident erhält, obwohl manche Menschen für ein Monatseinkommen eines Bundespräsidenten 5 Jahre mit einem mittleren Einkommen arbeiten müssten.
An dieser Stelle versteht unser Bundespräsident nun keinen Spaß mehr. Nach seiner Aussage hin muss es auch für ihn möglich sein bei Freunden Geld zu leihen oder in Villen, die seinen Freunden gehören Urlaub zu machen. Das gehört zu seiner Privatsphäre. Das wird er auch weiterhin so handhaben.
Es geht nicht um das Parteibuch dieses Bundespräsidenten, Vorgänger im Amte mit anderen Parteibüchern reihen sich mit diesem Präsidenten locker ein. Es geht nicht um das hohe Gut der Wahrheit und der Pressefreiheit alleine, es geht auch nicht um Freunde alleine.
Es geht um die hinter allem stehende Moral.
Nämlich, das etwas ganz normal wird. Es wird normal, dass man mit der Wahrheit nicht ganz genau umgeht. Es wird normal, dass die Pressefreiheit nicht ganz frei ist. Es wird normal, dass eine unterschwellige Abhängigkeit zwischen Amt und privater Vergünstigung besteht. Wenn diese Art der Moral nicht auf hoher und höchster Ebene geächtet wird, darf man sich nicht wundern, dass die Demokratie darunter leidet. Es kann davon ausgegangen werden, dass dieser Bundespräsident es tatsächlich ehrlich meint. Aber wenn diese Art von Moral normal wird, stehen wir vor dem Beginn Verhältnisse zu erhalten, die wir in süd- und osteuropäischen Staaten immer angeprangert haben.
Dass der Bundespräsident sich nicht persönlich bei dem deutschen Volk entschuldigt, sondern nur bei dem Chefredakteur der BILD kann ihm vielleicht nicht vorgeworfen werden, da er ja nicht von dem deutschen Volk gewählt wurde, sondern von der Bundesversammlung. Damit dieses erbärmliche parteipolitische Gezänk und Gezerre endlich ein Ende hat, wäre es das Beste, wenn der Bundespräsident direkt vom Volke gewählt würde.
Vielleicht erleben wir es ja noch.
Wolfgang Ellwardt
Ortsvereinvorsitzender
Aktuelle Meldungen
19. August 2011 0 Kommentare
CDU legt familienpolitisch den Rückwärtsgang ein
Die CDU ist in der Familienpolitik immer noch konservativ und rückwärtsgewandt. Das zeigen die aktuellen Debatten. mehr ...
08. August 2011 0 Kommentare
SPD-Auftaktveranstaltung zur Kommunalwahl 2011
Am Samstag, dem 13.08.2011, zwischen 10 und 13 Uhr vor Neukauf in Groß Schwülper leitet der SPD-Samtgemeindeverband die heiße Phase des Wahlkampfes zur Kommunalwahl am 11.09.2011 ein. mehr ...
22. Juli 2011 0 Kommentare
Schulkompromiss in Nordrhein-Westfalen setzt Maßstäbe auch für Niedersachsen
Frauke Heiligenstadt, die stellvertretende Vorsitzende und schulpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, stellt fest: „Der gestern zwischen der Landesregierung und der CDU in Nordrhein-Westfalen beschlossene schulpolitische Kompromiss zeigt, dass eine sinnvolle Einigung möglich ist, wenn alle Beteiligten ohne dogmatische Scheuklappen eine Lösung im Sinne von Kindern, Eltern und Kommunen anstreben.“ mehr ...
Hochschulen: Ohne bessere Grundfinanzierung keine gute Lehre
12. Juli 2011 | 0 KommentareAlthusmann sollte Amt als KMK-Präsident ruhen lassen
07. Juli 2011 | 0 KommentareBundesrechnungshof verweist auf Defizite bei Bewilligung von Mutter-Vater-Kind-Kuren
06. Juli 2011 | 0 KommentareDie Bundesregierung bekommt nasse Füße - jetzt doch Hilfen für die Seeschifffahrt
05. Juli 2011 | 0 KommentareFehlstart für Bundesfreiwilligendienst
03. Juli 2011 | 0 Kommentare



















